Ausblick auf 2020

Wieder ein süßes Jahr zu Ende…

Ehrlich gesagt war ich in den letzten Monaten nicht so umtriebig in Sachen Kids und Diabetes. Liegt wohl daran, dass ich als Mutter jetzt nur noch eine Nebenfigur im täglichen Blutzucker-Schach spiele.

Der Glückspilz

Einen schönen diabetischen Moment hatte ich letztens, als ein Kollege mir glücklich sein neues Medtronic-System zeigt, das ihm half, seinen Langzeitwert von 8,3 auf 7,2 zu senken. Der Glückspilz hat ja keine Pflasterallergie. Ich hoffe immer noch auf eine Lösung für meine Tochter. Jemand gab uns den Tipp, dass man mehrere Schichten Cavilon auf den Arm sprühen kann, um ein Durchbrechen der Allergie zu verhindern. Bei anderen soll dies gut geklappt haben. Auf jeden Fall ein Ausblick. Nach langem Überlegen hat meine Tochter einen dritten Versuch in Sachen Sensor zugestimmt. Wir werden sehen.

Der Profi

Jetzt mit 14 1/2 ist meine Tochter Vollprofi in Sachen Diabetes. Zum Beispiel denkt sie mittlerweile daran, bei körperlicher Belastung die Basalrate abzusenken. Das Können meine Tochter verschafft mir Raum für mein Leben. Ich bin bestimmt nicht die einzige, die im Mahlstrom von Beruf, Erziehung, Qualitätszeit und Haushalt das eigene Leben ein bisschen aus dem Blick verloren hat. Durch die Herausforderungen des Diabetes war meine Situation als Alleinerziehende besonders fokussiert. Einige Freundschaften und Kontakte sind unter meiner Mammutaufgabe zerbröselt. Meine persönliche Interessen ruhten. Das hat sich für mich alles verbessert.
Eine Handvoll lieber Freunde ist aber immer geblieben. Umso dankbarer bin ich jeder Freundin, die mich in den letzten Jahren begleitet hat. Auch hier wird der Ausblick ins nächsten Jahr eher positiv.

Mein Wunsch für das neue Jahr

Kurz vor Weihnachten las ich einen Artikel im Spiegel über den Tod der kleinen Emily. Die 13-jährige, so der Artikel, verstarb während einer Klassenfahrt an den Folgen einer Ketoazidose, so stellte es sich für mich in dem Bericht dar. Vor einen solchen Verkettung schrecklicher Umstände und Unzulänglichkeiten habe ich mich immer gefürchtet. Bei aller Selbstständigkeit kann immer Bedarf für Hilfe von außen zustande kommen. Bei aller Sicherheit, mit der meine Tochter mit ihrer Erkrankung umgeht, ein Restrisiko bleibt. Deswegen hoffe ich für das kommende Jahrzehnt auf eine klare, rechtlich gestützte, verbindliche Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Kita und Schule, in ganz Deutschland. Ich wünsche allen ein frohes neues Jahr.

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